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Mit der Rückkehr des Pfaffenhofener THWler Michael Matthes schließt in diesen Tagen auch das THW seinen Einsatz auf den Philippinen ab. „Unsere Einsatzkräfte haben auf den Philippinen viel geleistet, vor allem in den Bereichen Wasseraufbereitung, Instandsetzung von Brunnen und Aufbau von Camps für Hilfsorganisationen“, bilanzierte THW-Präsident Albrecht Broemme. Seit Mitte November war das THW im Einsatz, nachdem Taifun „Haiyan“ schwere Schäden verursacht hatte.

Der Taifun „Haiyan“ hatte am 8. November 2013 über den Philippinen bei Windgeschwindigkeiten bis 380 km/h eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Mehr als 6000 Menschen kamen ums Leben, 4,1 Millionen wurden obdachlos. Betroffen waren insgesamt mehr als 14 Millionen Menschen.

Kurz vor dem Jahreswechsel startete auch der Helfer Michael Matthes in die Katastrophenregion, Rund zwei Millionen Liter Trinkwasser stellten die THW-Einheiten in der mitgeführten Trinkwasseraufbereitungsanlage auf der Insel Bantayan bereit. Das Wasser verteilten sie gemeinsam mit lokalen Behörden an die Einwohner der Region rund um die Stadt Santa Fe. Zudem setzten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte auf der Insel zehn Brunnen instand und sorgten mit Pumpen und Chlorierungsanlagen dafür, dass das Brunnenwasser auch zukünftig sauber bleibt.

Als Mitglied der Auslandseinheit Standing Engineering Capacity (SEC) führte Matthes in der Funktion als Schreiner, gemeinsam mit den anderen Team-Kollegen, die Planung sowie die Errichtung von Einhausungen, Schutzbebauungen und anderen Baumaßnahmen an den Brunnen durch. Die Beschaffung und Koordination von Verpflegung, Baumaterialen und Betriebsstoffen sowie die Mitwirkung bei der Rückführung der umfangreichen Ausstattung als Logistiker waren ein weiterer Part seiner Aufgaben.

Auf der Insel Cebu unterstützte das THW das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen dabei, ein internationales Koordinierungszentrum am Flughafen der Stadt Cebu City einzurichten. Von hier aus wurden die ankommenden Organisationen auf verschiedene Einsatzstellen verteilt. Ein sechsköpfiges THW-Team betrieb zudem gemeinsam mit den Partnern der International Humanitarian Partnership ein Camp für Hilfsorganisationen in Guiuan auf der Insel Samar. Dazu gehörte sowohl der Aufbau von Wohnzelten als auch das Einrichten der IT-Infrastruktur und der Telefonverbindungen in Zusammenarbeit mit Kollegen aus Luxemburg. In Manila unterstützte ein weiteres THW-Team die Deutsche Botschaft nach der Katastrophe.
Seit Beginn der Arbeiten waren rund 70 ehrenamtliche THW-Kräfte auf den Philippinen tätig. Zumeist wurden sie im vierwöchigen Turnus ausgewechselt. Mit sich führte das THW rund 22 Tonnen an Ausrüstung. Dazu gehörte neben der Trinkwasseraufbereitungsanlage und dem Material für Unterkunft, Bekleidung und Verpflegung auch ein mobiles Labor, mit dem die Einsatzkräfte regelmäßig die Trinkwasserqualität überprüften.

„Es gehören Mut, Ausdauer und Kraft dazu, sich nach einer solchen Katastrophe den Herausforderungen zu stellen und unbeirrt seinen Beitrag zu den Aufbauarbeiten zu leisten“, sagte Broemme. „Vor den Leistungen unserer Helferinnen und Helfer habe ich höchsten Respekt. Die klimatischen Bedingungen stellten eine besondere Belastung dar“.